Die Museumstiere und ihr Nachwuchs
Publikumsliebling Hannes erlebte die neue Saison leider nicht mehr. Seine beiden Schwarzwälder Ziegenmädchen ziehen mit dem Nachfolger und zwei weiteren Ziegen ins erweiterte Gehege.Was wäre das Freilichtmuseum ohne seine tierischen Bewohner. Hühner und Gänse, Hasen, Ziegen und Schafe gehörten früher zum Landleben dazu. Heute erfreuen sie die großen und kleinen Besucher. Die meisten der historischen Tierrassen blieben den Winter über in ihren Museumsbehausungen. Jetzt gibt es zum Saisonstart noch Verstärkung.
Einer der Publikumslieblinge wird leider nicht mehr dabei sein. Hannes der Ziegenbock musste am 16. Januar eingeschläfert werden. Das Alter machte ihm zu schaffen, die Beschwerden nahmen zu. Immerhin 16 Jahre durfte er sich von den Besuchern bewundern lassen. Und als Museumsziege wurde er nach seinem Beinbruch mit einem Gips versehen und nochmals gesondert umsorgt. Sein Nachfolger zieht mit zwei zusätzlichen Ziegenmädchen ins Gehege ein. Sie kommen wie einst Hannes und ganz früher Bubi aus Schlaitdort, wo der Züchter für die „Weiße deutsche Edelziege“ sitzt. Zusammen mit den beiden Schwarzwälder Ziegendamen hat das Ziegengehege dann fünf Bewohner. Deshalb wird es auch etappenweise erweitert.
Die Merinolandschafe werden auch Württemberger Schaf genanntBei der kleinen Herde der Merinolandschafe wird Nachwuchs erwartet. Die meisten der auch „Württemberger Schaf“ genannten Tiere sind trächtig und lassen hoffen, dass rechtzeitig zur Eröffnung kleine Lämmer herumtollen. Den Winter über wurde ihr Viehunterstand wieder hergerichtet. Und hinten beim Schäferkarren ist eine Schafweide mit Blick auf die Teck geplant. Im Bereich des ehemaligen Schweinegeheges ist bereits eine Schafweide mit Blick auf den Hohen Neuffen eingerichtet, bis die Schafweide oberhalb vom Haus aus Öschelbronn nach den Bauarbeiten wieder benutzbar ist.
Flauschig: die Küken der Augsburger HühnerVon den schwarzen Augsburger Hühnern mit dem roten Kamm kamen 16 Eier in den Brutkasten, damit rechtzeitig zur Eröffnung Küken herumwuseln. Damit sie nicht den Greifvögeln oder der fürsorglichen Fuchsmutter zum Opfer fallen, wurde vorsorglich ein Netz über dem Hühnergehege angebracht und mögliche Zugänge verbarrikadiert.
Um dem Interessenkonflikt mit der eifrigen Fuchsmutter aus dem Weg zu gehen, werden deshalb auch die neuen Gänseküken erst im Mai/ Juni auf die Gänseweide gebracht. Dann sind die Fuchswelpen groß genug, dass sie selbst Mäuse und anderes Kleingetier fangen können, und die Mutter muss sie nicht mehr komplett versorgen.
In die Hasenställe ziehen bis zur Eröffnung vier „Rheinische Schecken“ ein. Da das Veterinäramt nur Platz für 4,3 Kaninchen sieht wurden ausschließlich Weibchen geordert. Allerdings, so erzählt Andreas Rapp, der Teamleiter Museumsdienst, hat sich in der Vergangenheit auch schon mal eine Gerda als Gerd entpuppt und dann tummelten sich auf einmal mehr Hasen in den Ställen als ursprünglich vorgesehen.
Diese Platzprobleme gibt es daneben im Schneckengarten nicht. Dort erwachen mit zunehmender Frühlingssonne die Weinbergschnecken in ihrem großzügigen Gehege.
Text: Felicitas Wehnert; Fotos Manfred Schäffler
Inhalte Post von Helene
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