Kochherd mit Kohlenschütte

Fingerspitzengefühl und Erfahrung gefragt

kochherd AUTOR Manfred Schaeffler IMG 9486AUTOR Manfred SchäfflerHeute steht der Kochherd als Museumsstück in der Küche der Schreinerei aus Ohmenhausen im Freilichtmuseum Beuren. Manchen Älteren ist er vielleicht noch aus Kindertagen vertraut. Wieviel Fingerspitzengefühl und Erfahrung dazu gehörte, die Temperatur und Backzeit richtig einzuschätzen lässt sich heute kaum mehr ermessen. Wohlweislich beschränkt sich das Museumsteam an Aktionstagen auf einfache Gerichte wie schwarzer Brei oder Muckefuck. 
 
Die Schreinerwohnung ist im Zeitschnitt der 1920er Jahre eingerichtet und dazu passt auch der Herd. Oberhalb des Backofens ist das Wasserschiff, in dem stets warmes Wasser bereitstand. Geheizt wurde überwiegend mit Holz. Die Asche fiel direkt in einen speziellen Behälter unterhalb. Mit der Kohlenschütte - aus Eisenblech und meist schwarz lackiert - wurden die Kohlen aus dem Keller zur Küche transportiert und portioniert in die Öfen geschüttet. Meist komplettierte noch eine längliche Handschaufel und ein rechteckiger und nach vorne offener Brikett-Träger die Ausstattung. Herde wie dieser in der Schreinerei aus Ohmenhausen gehörten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zum Teil noch bis in die 1960er Jahre zur Küchenausstattung.
 
kochherd AUTOR Manfred Schaeffler IMG 0275AUTOR Manfred SchaefflerDer Kochherd stammt aus Kirchheim unter Teck. Dort gründete 1864 Richard Wiest eine Herdfabrik für Kochherde und Waschkessel – KOWA genannt nach den Anfangsbuchstaben der Produkte. Für die später entwickelten Elektroherde gab es sogar ein eigenes „KOWA Kochbuch“. In den 1960er Jahren waren in dem Kirchheimer Werk bis zu 400 Mitarbeiter beschäftigt. Doch der Betrieb konnte mit den Neuerungen der Zeit nicht mithalten und musste schließen.
Im Freilichtmuseum Beuren wird der KOWA - Kochherd diese Saison passend zum Jahresthema „Ernährung“ mehrmals angeheizt.
 
 

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