Hans Weil mit Daniel Pfisterer Preis ausgezeichnet

ehrung weil AUTOR Felcitas Wehret DSC00224aAUTOR Felcitas WehretIn der Köngener Zehntscheuer, an deren Erhalt, er maßgeblich beteiligt war, wurde Hans Weil mit dem Daniel-Pfisterer-Preis geehrt. Zu der Verleihung am 19.Juni kamen zahlreiche Mitstreiter und Weggefährten. Zusammen mit früheren Auszeichnungen, wie der Ehrennadel des Heimatkreises Heimatpflege für den Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Freilichtmuseum Beuren und die Ehrenbürgerschaft für den langjährigen, ehemaligen Bürgermeister von Köngen, würdigt auch der jüngste Preis das tatkräftige Wirken von Hans Weil.

Von Daniel Pfisterer, dem Dorfpfarrer in Köngen während der Barockzeit, war Hans Weil schon früh beeindruckt. Nicht zuletzt deshalb sorgte er dafür, dass dessen Zeichnungen und Texte über 200 Jahre später als Buch mit dem Titel „Barockes Welttheater“ zugänglich wurden.

Den „Macher und Netzwerker“ lobte auch Sonja Spohn vom Geschichts- und Kulturverein Köngen. Seinem Weitblick und seiner Beharrlichkeit verdankt die Gemeinde, dass er die Zehntscheuer und das Schloss in Köngen „aus einem erbärmlichen Zustand herausgeführt hat“, so Spohn. Zugleich wurden neue Nutzungskonzepte entwickelt, und heute sind Schloss und Scheuer Schmuckstücke und kulturelle Zentren der Gemeinde. Wegbereiter wurde Hans Weil auch beim vielbesuchten Römerpark.

ehrung weil AUTOR Felicitas Wehnert DSC00227aAUTOR Felicitas Wehnert„Wen würde ich lieber loben als Hans Weil“, begann die Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger ihre Laudatio und hob „seine Neugier, seine Offenheit zum Dialog und seinen großen persönlichen Einsatz für Projekte“ hervor. Etliche Magister- und Doktorarbeiten entstanden zu Köngen. „Hans Weil scheute nie vor der Nähe zur Wissenschaft zurück“ lobte die Kulturwissenschaftlerin die langjährige Zusammenarbeit. Für sie war er ein „Schultes aus Berufung “, der im Amt nicht nur verwalten, sondern auch gestalten wollte und seine Ziele mit langem Atem verfolgte. Und der früh erkannte, dass „wir Zeugen der Kultur und Geschichte brauchen und sie zum Sprechen bringen müssen“ und damit Identität und Heimat schaffen.

Der Geehrte schlug den Bogen zurück zu Daniel Pfisterer mit einem Zitat, das sich ihm tief eingegraben hat: „Ich habe diese Bilder gemacht, dieses Buch gemacht“ schrieb einst Pfisterer, „damit man nicht glaubt, ich hätte ein unnützes Leben gelebt“. Pfisterer habe kein unnützes Leben gelebt, sondern sich um seinen Ort gekümmert, attestierte Hans Weil dem barocken Dorfpfarrer. „Und ich wurde heute in besonders liebenswerter Weise darin bestärkt, dass ich nicht nutzlos war und noch von Nutzen sein kann“, meinte Hans Weil weiter „und das ist ein gutes Gefühl“.

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